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Sonntag · Altonaer Fischmarkt
Moin! Der Tag beginnt am Fischmarkt
Wer Hamburg verstehen will, steht sonntags früh auf – oder geht gar nicht erst ins Bett.
Seit 1703
Marktschreier, Möwen und Musik
Noch ist es dunkel, aber unten an der Elbe ist schon alles wach. Auf dem Altonaer Fischmarkt preisen Marktschreier ihre Aale, Obstkisten und Blumen an, jedes Angebot lauter als das vorige. Zwischen den Ständen mischen sich Frühaufsteher mit Einkaufskorb und Nachtschwärmer, die direkt vom Kiez herüberkommen.
Seit 1703 wird hier gehandelt. Gleich nebenan steht die Fischauktionshalle aus dem Jahr 1896: Wo früher Fisch versteigert wurde, spielen sonntags Bands, und das Frühstück gibt es mit Blick aufs Wasser.
Gut zu wissen
Nur sonntags: April bis Oktober ab 5 Uhr, November bis März ab 7 Uhr, Schluss ist um 9:30 Uhr.
Pflicht: ein Fischbrötchen, solange die Sonne über den Kränen aufgeht.



Wenn über den Hafenkränen die Sonne aufgeht, sind die besten Matjes oft schon weg.

Frühstück auf die Hand
Das Franzbrötchen
Kein Gebäck gehört so sehr zu Hamburg: Plunderteig mit Zimt und Zucker, gerollt, plattgedrückt und so lange gebacken, bis die Unterseite karamellisiert. Es gibt das Franzbrötchen klassisch, mit Schokolade, Streuseln oder Apfel – und in jeder Bäckerei der Stadt.
Woher der Name kommt, ist nicht ganz geklärt. Eine verbreitete Geschichte führt in die Franzosenzeit Anfang des 19. Jahrhunderts, als Hamburger Bäcker sich vom französischen Gebäck inspirieren ließen. Sicher ist nur: Warm und auf die Hand schmeckt es am besten.
„Fischbrötchen um sechs Uhr morgens? In Hamburg ist das kein Widerspruch, sondern Tradition.“
Sonntagsweisheit vom Elbufer
Weiter um 09:00
Der Hafen: Herzschlag der Hansestadt
Von den Landungsbrücken geht es aufs Wasser – und darunter hindurch.

