09:00
Landungsbrücken
Der Hafen: Herzschlag der Hansestadt
Containerriesen, Barkassen und Möwen: Ohne seinen Hafen wäre Hamburg nicht Hamburg.
Tor zur Welt
Wo Geschichte auf Wasser trifft
An den Landungsbrücken beginnt der Hamburger Vormittag mit Wind und Wellen. Zwischen Containerterminals, historischen Seglern und Barkassen spürt man den Puls einer Stadt, die seit Jahrhunderten Handel treibt und sich dabei immer wieder neu erfindet.
Der Hafen ist der größte Deutschlands und einer der wichtigsten Europas. Und er ist ein Sehnsuchtsort: Kreuzfahrtschiffe, Möwenrufe und die Weite der Elbe erzählen vom Fernweh – auch wenn man nur zum Frühstück hier ist.
Hafenrundfahrt zum HVV-Preis
Die Fähre der Linie 62 fährt von den Landungsbrücken elbabwärts Richtung Finkenwerder – mit ganz normalem HVV-Ticket, auch mit dem Deutschlandticket. Am besten oben an Deck stehen.







Der Hafen in Zahlen
8,3 Mio.
Standardcontainer (TEU) wurden 2025 umgeschlagen, 7,3 Prozent mehr als im Vorjahr.
114,6 Mio. t
Seegüter gingen 2025 über die Kaikanten – Deutschlands größter Seehafen.
1189
Der Hafengeburtstag im Mai erinnert an den Freibrief, auf den sich der Hafen beruft.
Quelle: Hamburg Port Authority, Umschlagszahlen 2025.

Henning Faber, Jahrgang 1974, ist in Bremerhaven aufgewachsen und führt seit 2010 Gäste durch den Hamburger Hafen – zu Fuß, mit der Barkasse und am liebsten frühmorgens. (Fiktives Beispielinterview.)
Interview
„Der Hafen gehört einem für ein paar Minuten ganz allein“
Herr Faber, was ist der Hafen für Hamburg – in einem Satz?
Der Motor der Stadt: wirtschaftlich, kulturell und ein bisschen auch emotional.
Was zeigen Sie Gästen als Erstes?
Die Gegensätze. Hier legen Containerriesen neben alten Seglern an, und hinter den Terminals stehen Werften, die über hundert Jahre alt sind. Das gibt es so kaum anderswo.
Was verändert sich gerade?
Der Hafen wird digitaler und leiser: automatisierte Terminals, Landstrom für Schiffe, neue Antriebe. Man sieht es nicht immer, aber man hört es manchmal.
Und Ihr Lieblingsmoment?
Morgens um halb sieben an den Landungsbrücken, wenn das erste Licht auf die Kräne fällt. Dann gehört einem der Hafen für ein paar Minuten ganz allein.

Abstecher
Unter der Elbe hindurch
Ein paar Schritte westlich der Landungsbrücken führt eine Kuppelhalle hinunter in den Alten Elbtunnel. Seit 1911 verbindet er St. Pauli mit Steinwerder: 426 Meter lang, 24 Meter unter dem Wasserspiegel, mit gekachelten Wänden, auf denen Fische, Krebse und Muscheln zu sehen sind.
Fußgänger und Radfahrer kommen rund um die Uhr kostenlos hindurch. Auf der anderen Seite wartet einer der schönsten Blicke auf die Hamburger Skyline.
Weiter um 11:00
Backstein, Kanäle, Welterbe
Ein paar Minuten zu Fuß, und der Hafen wird zur Speicherstadt.

